VERMISST:

Der Schlüssel für den Zugang zu Europa.

Mit dem einseitigen Abbruch der Verhandlungen zum Rahmenabkommen hat die Schweiz mehr als nur an Glaubwürdigkeit verloren. Jetzt liegt es an uns, die Tür zu unserer europäischen Zukunft offen zu halten. Helfen Sie mit?

Negative Folgen häufen sich.

Die Erosion der bilateralen Verträge hat bereits begonnen – und damit auch eine fortschreitende Isolation der Schweiz.

Januar 2022:

Forschungs- und Innovationsstandort Schweiz leidet

Die Schweizer Universitäten leiden unter dem Ausschluss der Schweiz aus dem europäischen Forschungsprogramm Horizon Europe. Erste Schweizer Wissenschaftler:innen mussten die Leitung von EU-Projekten abgeben, Fördermittel wurden gekappt und Schweizer Universitäten verzeichnen Rekrutierungsprobleme. Der Verlust des Zugangs zum europäischen Netzwerk und den Fördermitteln schadet dem Forschungs- und Innovationsstandort Schweiz. Es ist damit zu rechnen, dass Spitzenforschende und innovative Firmen ins Ausland abwandern.

Januar 2022:

Verleihung des European Green Capital Award 2024 ohne die Schweiz

Die Stadt Basel hat sich für den European Green Capital Award 2024 beworben. Doch anders als in der Vergangenheit, werden Schweizer Städte diesmal von einer Kandidatur ausgeschlossen. Denn die Europäische Kommission hat beschlossen, die Verleihung 2024 auf Städte aus den Mitgliedsstaaten und den Ländern des Europäischen Wirtschaftsraums zu beschränken. Dies ist eine weitere direkte Konsequenz des Abbruchs der Verhandlungen über das institutionelle Rahmenabkommen.

Dezember 2021:

Die Schweiz aussen vor beim revolutionären Wetterforschungsprojekt «Destination Earth»

Mit dem EU-Forschungsprojekt «Destination Earth» soll eine umfassende Datengrundlage im Bereich der Wettersimulationsmodellierung erschaffen werden. Nachdem die Schweiz bei den Vorbereitungen noch involviert war, wurde ihr nun als Konsequenz der abgebrochenen Verhandlungen zum Rahmenabkommen der Zugang zum Projekt verwehrt. MeteoSchweiz befürchtet, dass sie durch den zukünftig fehlenden wissenschaftlichen Austausch, von den EU-Staaten in diesem Bereich bald überholt werden könnten.

September 2021:

Die Schweiz nicht mehr erwünscht bei den europäischen Stromregulatoren

Bislang verfügte die Schweizer Stromaufsicht Elcom in der Agentur für die Zusammenarbeit der Energieregulierungsbehörden (ACER) einen Beobachterstatus. Wegen den abgebrochenen Verhandlungen zum Rahmenabkommen hat die EU-Agentur die entsprechende Vereinbarung nun jedoch gekündigt. Ohne die Teilnahme in den Arbeitsgruppen von ACER wird die Vertretung von Schweizer Interessen im Strom- und Energiebereich deutlich schwieriger und die Schweiz wird vom Informationsaustausch ausgeschlossen. Der Rauswurf bringt Systemrisiken mit sich und hat negative Konsequenzen auf die Versorgungssicherheit.

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